forschungsverbund künstlerpublikationen





Schriftenreihe für Künstlerpublikationen

In regelmäßigen Abständen gibt der Forschungsverbund Künstlerpublikationen für die Universität Bremen, Jacobs University, Hochschule für Künste Bremen, Forschungsstelle Osteuropa und Weserburg / Zentrum für Künstlerpublikationen eine Schriftenreihe heraus, die aktuelle Foschungsergebnisse und Symposiumsdokumentationen thematisch gebündelt veröffentlicht.

 

Poesie - Konkret

Zur internationalen Verbreitung und Diversifizierung der Konkreten Poesie
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 7

Textbeiträge von: Fred Andersson, Antonio Sergio Bessa, Jean-François Bory, Klaus Peter Dencker, Jacques Donguy, Sabine Gebhardt Fink, Annette Gilbert, Eugen Gomringer, Sabine Hänsgen, Simone Homem de Mello, Franz Mon, Jesper Olsson, Gerhard Rühm, Anne Thurmann-Jajes

Dieser Band dokumentiert die Redebeiträge des Symposiums Poesie – Konkret, das anlässlich der Ausstellung Poetry goes Art & vice versa (21.5. – 14.8.2011) in der Weserburg Bremen stattfand. 
Die Konkrete Poesie kann zum einen als eine erste globale Literatur auf der Basis ästhetischer Prinzipien und zum anderen als Kunstströmung der 1950er bis 1980er Jahre bezeichnet werden. Unter Konkreter Poesie als Oberbegriff werden in diesem Zusammenhang alle Formen experimenteller, visueller, auditiver und radiophoner Poesie subsumiert, die seit den 1950er Jahren bis zum Ende des Bielefelder Colloquiums 2002 entstanden sind. Als künstlerische Grenzüberschreitungen sind sie zwischen Text, Bild und Musik zu verordnen, über die verschiedenen Formen der Künstlerpublikationen fand eine Verbreitung und Vernetzung statt. Mit ihrer Vielseitigkeit entzogen sich die Künstler nicht nur jeglicher Kategorisierung, sie schufen zugleich ein enorm umfangreiches und vielschichtiges Œuvre. 
Der erste von zwei Schwerpunkten der hier zusammengestellten Texte des Symposiums bezieht sich auf die gegenseitige internationale Beeinflussung der Künstler der konkreten Poesie, auf ihre Beziehungen untereinander, die Verbreitungen der Kunst und die verwendeten Medien und Techniken. 
Der zweite Schwerpunkt thematisiert die theoretischen, die kunst- und kulturwissenschaftlichen Grundlagen sowie gesellschaftliche und politische Einflüsse. 

Herausgeber: Anne Thurmann-Jajes 
deutsch/englisch, 304 Seiten mit 74 s/w und 25 farbige Abbildungen, Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm
Köln: Salon Verlag, 2012
ISBN 978-3-928761-93-2

Leseproben zum Download:
Inhaltsverzeichnis (pdf)
Einführung (pdf)
Introduction (pdf)

 

Künstler als Wissenschaftler, Kunsthistoriker und Schriftsteller

Über Francis Alÿs, Bernhard Blume, Marcel Broodthaers, Richard Hamilton, Jenny Holzer, Agnes Martin, Michelangelo, Jonathan Monk, Panamarenko, Ad Reinhardt, Dieter Roth, Tomas Schmit, Félix Vallotton, Jeff Wall, Emmett Williams 
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 6 

Textbeiträge von: Maike Aden, Elke Bippus, Belinda Grace Gardner, Michael Glasmeier, Gaby Hartel, Joseph Imorde, Sabine Kampmann, Thomas Kapielski, Thomas Köhler, Felix Krämer, Annelie Lütgens, Gabriele Mackert, Benjamin Meyer-Krahmer, Annette Tietenberg, Thomas Wagner, Julia Wallner

Auf Basis der großartigen Sammlung des Zentrums für Künstlerpublikationen versammelt der Band Symposiumsvorträge zu theoretischen und poetischen Texten von Künstlerinnen und Künstlern. Ziel des Unternehmens ist es, die Texte vom Ruch des Beiläufigen zu befreien und sie im Sinne eines erweiterten Kunstbegriffs als gleichwertiges künstlerisches Produkt ernst zu nehmen. Die Fragen, die sich aus solche Neubewertung ergeben, werden von renommierten Kunstwissenschaftlern an Werken einzelner Künstler exemplifiziert, um konkret zu bleiben und darauf hinzuweisen, dass das Ziel des Unternehmens nicht eine verbindliche Theorie zu Künstlertexten ist. Vielmehr gilt es, die unterschiedlichen Schreibstrategien herauszuarbeiten, um ein möglichst breites Spektrum differenzierter Arten der Künstlertexte vorzustellen. Mit ihren speziellen Eigenarten und außergewöhnlichen Sprachen bereichern sie die Diskurse von Wissenschaft und die Dichtung. 

Herausgeber: Michael Glasmeier 
264 Seiten mit 87 s/w Abbildungen, Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm 
Köln: Salon Verlag, 2012
ISBN 978-3-89770-331-5

Leseproben zum Download: 
Inhaltsverzeichnis (pdf) 
Einführung (pdf)

 

Topologie und Funktionsweise des Netzwerks der Mail Art

Seine spezifische Bedeutung für Osteuropa von 1960 bis 1989 
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 5 

Beim Netzwerk der Mail Art handelt es sich um das erste World Wide Web, lange bevor es das Internet gab. Die Post wurde als weltweites Kommunikationssystem genutzt. Es entwickelte sich aus einem kunstgeschichtlichen Kontext heraus und brachte ein neuartiges Beziehungsgeflecht von Kunst, Kultur und Gesellschaft hervor. Zum einen stellte es eine der sich mit der Grenzüberschreitung der Kunst entwickelnde neue Produktions-, Kommunikations- und Vermittlungsform dar. Zum anderen wurde mit ihm die bisherige Funktionsweise von Kunst kritisch hinterfragt, vor allem deren Warencharakter bzw. deren ideologische Vereinnahmung wie in Osteuropa. Es warf grundlegende Fragen nach dem Stellenwert von Original und Autorenschaft auf, denn an die Stelle der Genialität des einzelnen Künstlers trat das Gemeinschaftswerk. Ob Künstler oder Laie, jeder konnte sich an Projekten beteiligen und selbst neue initiieren. Mit dem Netzwerk der Mail Art entwickelten sich spezifische Ausdrucksformen wie Postkarte, Assemblings, Rubber Stamps, Künstler-Briefmarke und Magazine, die zugleich den Vernetzungsprozess beförderten. Es kann als Erscheinungsform einer sich in den 1960er Jahren entwickelnden Bewegung zur Demokratisierung der Kunst angesehen werden. Aufgrund der speziellen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gewann es für die Länder Osteuropas eine spezifische Bedeutung. Es bot eine der wenigen Möglichkeiten, weltweit und über die Systemgrenzen hinaus, Ideen und Kunst auszutauschen und die Verbindung zum internationalen Kunstgeschehen während der Zeit des Kalten Krieges aufrecht zu erhalten. Initiativen von osteuropäischen Künstlern und Mailartisten stehen im Mittelpunkt. Deren Dokumentation trägt dazu bei, einen differenzierteren Blick auf die Kunst, die bis zur Öffnung der Grenzen im Jahr 1989 entstand, zu entwickeln und fokussiert künstlerische Leistungen, die es vor dem Vergessen zu bewahren gilt. 

Autorin: Kornelia Röder 
304 Seiten mit 100 sw und 16 farbige Abbildungen,Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm
Köln: Salon Verlag, 2008
ISBN 978-3-89770-280-6

Leseproben zum Download:
Inhaltsverzeichnis (pdf)
Einführung (pdf)

 

Archive für Künstlerpublikationen der 1960er bis 1980er Jahre

Schriftenreihe für Künstlerpublikationen, Band 4 

Untersucht werden Geschichte und Bedeutung von Archiven für Künstlerpublikationen in der internationalen avantgardistischen Kunstszene während der 1960er bis 1980er Jahre: das Archive for Small Press & Communication (ASPC, B), das Archiv Sohm (D), das Art Information Centre (NL), die Exchange Gallery (P), Other Books and So (NL), Zona Archives (I) und Artpool Archive (H). Ohne ihre jeweiligen Besonderheiten außer Betracht zu lassen, müssen die Archive für Künstlerpublikationen als Vertreter eines eigenständigen Archivtyps betrachtet werden. Die Archive als solche, ihre Organisation und Materialien sind als Ausdruck ihrer Zeit zu betrachten und stellen per se (kunsthistorische) Dokumente dar, durch deren Analyse sich der Blick auf Kunstszene, Politik und Kultur erweitert. 

Autorin: Isabelle Schwarz 
495 S., broschiert, Format 23,5 x 16,5 cm
Köln: Salon Verlag, 2008
ISBN 978-3-89770-281-3

Leseproben zum Download:
Inhaltsverzeichnis (pdf)
Einführung (pdf)
Abstract (english, pdf)

 

Sound Art

Zwischen Avantgarde und Popkultur
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 3 

Mit Texten von:
Anne Thurmann-Jajes, Barbara Barthelmes, Julia Kursell, Martin Maurach, Sabine Breitsameter, Daniel Gethmann, Wolfgang Hagen, Peter Frank, Sten Hanson, Heidi Grundmann, Barbara Flückiger, Winfried Pauleit. 

Die Publikation „Sound Art – Zwischen Avantgarde und Popkultur“ dokumentiert die internationale Tagung, die vom 30. September bis 2. Oktober 2005 im Rahmen des Ausstellungsprojektes zur Sound Art im Neuen Museum Weserburg Bremen stattfand. Dieses umfasste, neben der Ausstellung „Vinyl. Records and Covers by Artists”, eine Film- und Konzertreihe zum Thema Klangkunst.

Die Tagung diente der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Sujets „Sound Art“, die sich, laut des Vorworts der Herausgeber „im Grenzbereich von Literatur, Kunst, Musik, Radio und Film“ bewegt. Der Band enthält elf Beiträge international renommierter Musik-, Kunst- und Medienwissenschaftler, Radioredakteure und Komponisten zum Thema Klangkunst. Die Autorinnen und Autoren reflektieren in unterschiedlichen Ansätzen die interdisziplinären Aspekte der Sound Art, die in Form der Medien Schallplatte und Tonbandaufzeichnung, Partituren, Radio- und Fernsehsendungen sowie Internetstreams die Öffentlichkeit erreicht. Dabei zeichnen sie die Entwicklung der Klangkunst zur Zeit der Russischen Avantgarde, des Futurismus und Dadaismus am Anfang des 20. Jahrhunderts nach. Sie untersuchen auch den Zusammenhang der Sound Art mit den intermedialen Tendenzen von Fluxus, der Neuen und Elektronischen Musik, Konkreten Poesie, der Klanggestaltung im Film sowie ihren Einfluss auf das in den 1990ern viel diskutierte Crossover von Musik und Kunst.
 Dem Buch liegt eine Audio-CD mit 17 ausgewählten Hörbeispielen bei. Z. B. Auszüge aus Vladimir Majakovskijs Gedichtdeklamationen, Kurt Schwitters Vortrag seiner „Ursonate“, aktuelle Klangexperimente aus dem Bereich der Radiokunst sowie Ausschnitte aus Luc Bessons Film „The Fifth Element“ von 1997.

Künstler:
Vladimir Majakovskij, Alexander Blok, Kurt Schwitters, Raoul Hausmann, Hans Flesch, Antonin Artaud, Morton Feldman, John Cage, Eugen Gomringer, George Brecht, Earle Brown, La Monte Young, Dick Higgins, Sten Hanson, Herbert Eimert, Max Neuhaus, Honor Harger und Adam Hyde (radioqualia), Matt Smith und Sandra Wintner, Marko Peljhan, Mark A. Mangini u. a

Herausgeber: Anne Thurmann-Jajes, Sabine Breitsameter, Winfried Pauleit
Hörbeispiele auf der CD, Gesamtdauer: 42'28"
16,5 x 23,5 cm, 240 Seiten, Abbildungen: 42 Abb., davon 6 in Farbe, deutsch/english mit CD
Köln: Salon Verlag, 2006
ISBN 3-89770-259-2

Leseproben zum Download:
Inhaltsverzeichnis (pdf)
Einführung (pdf)
Introduction (pdf)

 

Artists' Publications

Ein Genre und seine Erschließung
Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 2


Die Vielfalt der Erscheinungsformen und Medien von Künstlerpublikationen seit den 1960er Jahren - Bücher, Zeitschriften, Schallplatten, Multiples, Plakate und Ephemera - stellt besondere Anforderungen an die archivarische und museologische Praxis sowie die kunst- und kulturwissenschaftliche Aufarbeitung. Neben dem Versuch einer Eingrenzung des Genres und den Problemen der Archivierung und des Zugänglich-Machens derart heterogener Sammlungsbestände geht es in diesem Band um die Fokussierung bestimmter Charakteristika der publizierten Kunstwerke. Die Beiträge behandeln übergreifende Themenstellungen oder widmen sich einzelnen Kunstwerken und Künstlern, so George Brecht, Jean-Frédéric Schnyder, Allan Kaprow, Daniel Spoerri, Ed Ruscha, Dieter Roth und Hanne Darboven.

Herausgeber: Sigrid Schade, Anne Thurmann-Jajes
deutsch/englisch, 302 S. illustriert, Broschur, Format 23,5 x 16,5 cm
Köln: Salon Verlag, 2009
ISBN 978-3-89770-291-2

Leseproben zum Download:
Inhaltsverzeichnis (pdf)
Einführung (pdf)
Introduction (pdf)

 

Buch/Medium/Fotografie

Schriftenreihe für Künstlerpublikationen Band 1 

Mit Texten von Klaus Honnef, Barbara Lange, Lech Lechowicz, Robert Rainwater, Sigrid Schade, Abigail Solomon-Godeau, Anne Thurmann-Jajes und Herta Wolf. 

Bei den in diesem Band versammelten Beiträgen handelt es sich – bis auf den Beitrag von Robert Rainwater – um die überarbeiteten Vorträge zur Tagung, die im Februar 2003 anlässlich der Ausstellung »ars photographica« im Neuen Museum Weserburg Bremen stattfand. Die »Schriftenreihe für Künstlerpublikationen « wird herausgegeben von der Universität Bremen, der Forschungsstelle Osteuropa und dem Neuen Museum Weserburg Bremen. Sie wurde als Plattform gegründet, um neueste Forschungen zu den historischen Kontexten, den Konzepten und den interdisziplinären und transmedialen Erscheinungsformen von Künstlerpublikationen zu vermitteln. Band 1 erscheint in Kooperation mit dem Institut Cultural Studies in Art, Media and Design an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. 
Die AutorInnen des ersten Bandes untersuchen das Verhältnis von Buch und Fotografie im Medium Künstlerpublikation. Die Diskussionen umfassen Avantgarde- und Mediendiskurse, die Konzeptualität des Fotografischen sowie Narrationen und narrative Strategien in verschiedenen Künstlerbüchern. Der Begriff »Medium« wird als Scharnier aufgefasst, über das sich unterschiedliche Fragen an Künstlerbücher miteinander verknüpfen lassen. 
Die Beiträge behandeln Arbeiten von Carl André, Mel Bochner, Katharina Bosse, Michel Duquette, György Galántai, Nan Goldin, Delia Keller, Martin Kippenberger, Jaroslaw Kozlowski, Zoe Leonhardt, Sol LeWitt, Richard Long, Katharina Meyer, Józef Robakowski, Zbigniew Rybczynski, Ed Ruscha u.a. 

Herausgeber: Anne Thurmann-Jajes, Sigrid Schade
deutsch/englisch, 224 Seiten mit 30 s/w und 32 farbigen Abbildungen
Broschur, Fadenheftung, 16,5 x 22,5 cm
Köln: Salon Verlag, 2004
ISBN 3-89770-223-1

Leseproben zum Download:
Inhaltsverzeichnis (pdf)
Einführung (pdf)
Introduction (pdf)